TEAMS

Die diesjährigen Teilnehmer

Das topvolley ist ein Einladungsturnier mit 6 internationalen Frauen Spitzenteams. Der Eintritt an das Turnier ist während allen Tagen GRATIS.
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    Volero Zürich (SUI)

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    Volero Zürich nimmt 2014 bereits zum elften Mal am topvolley teil, 2007 und 2010 standen die Limmatstädterinnen am Ende des Turniers gar zuoberst auf dem Podest. Volero ist im Schweizer Frauen-Volleyball seit dem Wiederaufstieg 2004 das Mass aller Dinge und gewann in den vergangenen zehn Jahren neunmal das Double aus Meisterschaft und Cup. Volero liegt denn auch in der laufenden Meisterschaft wenig überraschend nach 13 Runden mit der Maximalpunktzahl an der Spitze des Klassements und hat bislang erst sechs Sätze abgegeben.

    Für die Saison 2014/2015 hat sich das Zürcher Ensemble international hohe Ziele gesetzt. An der sechsten Teilnahme an der CEV Champions League soll die Qualifikation für das Final Four Turnier geschafft werden! Bei den drei bisherigen Gruppenspielen im schwierigen Pool D gegen Impel Wroclaw (POL), Omichka OMSK Region (RUS) und Eczacibasi VitrA Istanbul (TUR) haben die Zürcherinnen bewiesen, dass sie sich vor keinem Team in der europäischen Königsklasse verstecken müssen. Mit zwei Siegen und einer knappen Niederlage im Spitzenspiel gegen Istanbul liegt Volero derzeit klar Kurs auf die K.o.-Phase.

    In den nächsten zwei Jahren will der ehrgeizige Schweizer Club sogar das beste Team Europas werden. Um diese Ziele zu erreichen, hat sich Volero Zürich auf die kommende Saison nochmals markant verstärkt. Neben der US-Amerikanerin Courtney Thompson holte sich der Zürcher Club auf der Zuspielposition die serbische Passeuse Ana Antonijevic vom RC Cannes zurück nach Zürich. Leider verletzte sich die 27-jährige kurz vor der Saison schwer. Auf der wichtigen Aussenposition werden künftig zwei Starspielerinnen für Punkte sorgen: Natalya Mammadova (AZE) und Dobriana Rabadzhieva (BUL). Am Mittelblock wird die serbische Nationalspielerin Nadja Ninkovic neu von der  Kubanerin Rachel Sanchez Perez und der Russin Anna Kupriianova unterstützt. Die beiden Schweizer Nationalspielerinnen Inès Granvorka und Laura Unternährer ergänzen die internationale Equipe.

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    Partizan Vizura Beograd (SRB)

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    Mit Partizan Vizura Beograd ist erst zum zweiten Mal ein serbisches Team zu Gast am topvolley. Nachdem Postar 064 Beograd bei der Austragung 2006 nicht über den sechsten und letzten Platz hinaus kam, möchte es die Equipe von Trainer Slobodan Radivojevic in diesem Jahr besser machen. Partizan Vizura Beograd spielt in der laufenden Saison erstmals an der CEV DenizBank Volleyball Champions League und setzt voll auf die Karte Jugend. Die erst 21-jährige Lilijana Rankovic ist als „Teamseniorin“ eine von nur vier Spielerinnen, die über 20 Jahre alt sind. Mit Teamküken Katarina Lazovic steht sogar eine 15-Jährige im Kader der Serbinnen, das komplett ohne ausländische Verstärkungen auskommt.

    Trotz dem sehr tiefen Durschnittalter von 18.25 Jahren spielt der Club aus der serbischen Hauptstadt wacker mit in der europäischen Königsklasse. Im Pool E sind die Belgraderinnen zwar noch sieglos, konnten aber bei der knappen 2:3-Heimniederlage gegen den noch ungeschlagenen Gruppenleader RC Cannes zumindest den ersten Punktgewinn bejubeln.

    Jung ist aber nicht nur das Team, sondern auch die Clubgeschichte von Partizan Vizura Beograd. Der Club wurde zwar 1950 gegründet, im Jahr 1972 aber aufgelöst. In der aktuellen Form existiert der Club erst seit 2013 nach der Fusion zwischen dem Männerclub OK Partizan Beograd und dem Frauenclub ZOK Vizura Beograd.

    Der unbestrittene Star des Teams ist spätestens seit der Frauen-WM 2014 in Italien die Diagonalspielerin Tijana Bošković. Die 17-Jährige Linkshänderin zählt zu den weltweit besten Nachwuchsspielerinnen und schaffte im vergangenen September sogar den Sprung in den Weltmeisterschafts-Kader der Serbinnen, nachdem sie kurz zuvor an der U19-Europameisterschaft gross aufgetrumpft hatte. An der WM 2014 in Italien verdrängte Bošković gar Topstar Jovana Brakocevic aus der Stammformation und führte Serbien – notabene als beste Scorerin ihres Teams – auf den 7. WM-Schlussrang.

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    MOLICO/Nestlé (BRA)

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    Der Club aus Osasco (São Paulo) ist bereits zum vierten Mal zu Gast in Basel und konnte das topvolley 2004 bereits einmal für sich entscheiden. MOLICO/Nestlé ist das erfolgreichste südamerikanische Frauenteam der letzten Jahre. Der Club wurde in den vergangenen elf Jahren fünf Mal brasilianischer Meister (zuletzt 2012) und gewann zwischen 2009 und 2012 viermal in Folge die südamerikanische Kontinentalmeisterschaft, das Pendant zur europäischen CEV Volleyball Champions League. Als Krönung triumphierte das Team aus dem Bundesstaat São Paulo 2012 an der FIVB Club-Weltmeisterschaft in Doha (QAT).

    In der vergangenen Südamerika-Meisterschaft belegte MOLICO/Nestlé den zweiten Platz hinter SESI-SP und verpasste somit nur knapp die direkte Qualifikation für die Club-WM 2014 in Zürich. Dank einer Wild Card konnte MOLICO/Nestlé im vergangenen Mai trotzdem in der Saalsporthalle auflaufen und verlor erst im Finale gegen Dinamo Kazan. Der Kader von MOLICO/Nestlé ist gespickt mit aktuellen und früheren brasilianischen Nationalspielerinnen, darunter mit  Thaisa, Dani Lins, Adenizia und Camila Brait auch vier Spielerinnen, die an der WM 2014 in Italien  im brasilianischen Bronzeteam standen und sich in einem allfälligen Duell gegen Weltmeisterin Thompson (Volero Zürich) für die empfindliche Niederlage im WM-Halbfinal revanchieren möchten.

    Gespannt darf man auch auf den Auftritt von Kenia Carcaces sein. Die frühere kubanische Nationalspielerin ging in der vergangenen Saison für Vorrundengegner Volero Zürich ans Netz und gehörte bei den Limmatstädterinnen zu den besten Scorern. Mit ihren harten Sprungaufschlägen und ebensolchen Angriffen gehört Carcaces mit Sicherheit zu den Attraktionen des Turniers.

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    Zarechie Odintsovo (RUS)

    Website (russisch)

    Mit Zarechie Odintsovo, das den durch den Rückzug von Chemik Police frei gewordenen Platz einnimmt, konnte kurzfristig ein traditionsreiches russisches Topteam verpflichtet werden, welches erstmals in Basel am Start ist. Zarechie Odintsovo spielt seit 1996 ununterbrochen in der russischen Superliga und sorgte seither auch auf der europäischen Bühne immer wieder für Furore. Im vergangenen Frühling feierten die Russinnen mit dem Titelgewinn im CEV Volleyball Challenge Cup 2014, dem drittwichtigsten Europacup-Wettbewerb, wohl den grössten Erfolg der Clubgeschichte, nachdem sie 2007 im CEV Volleyball Cup und ein Jahr später in der CEV Volleyball Champions League jeweils im Endspiel gescheitert waren und sich mit der Silbermedaille begnügen mussten. Ausserdem reist das Team aus der Region Moskau mit der Referenz von zwei Meistertiteln (2008, 2010) sowie sechs Cupsiegen (letztmals 2007) ans Rheinknie.

    Angeführt wird Zarechie Odintsovo von der zweifachen Weltmeisterin (2006, 2010) und Olympiateilnehmerin Yulia Merkulova, die im Herbst 2013 zu ihrem Stammklub zurückkehrte und diesen als Captain postwendend zum Titelgewinn im CEV Challenge Cup 2014 führte. Neben der 30-Jährigen Mittelblockerin gehören beiden Youngsters Natalia Malykh und Irina Fetisova zu den Leistungsträgerinnen im Team von Trainer Vadim Pankov. Die 21-Jährige Malykh und die 20-jährige Fetisova symbolisieren die neue Generation russischer Spielerinnen und zählen auch im russischen Nationalteam, mit dem sie an der WM 2014 in Italien den 5. Platz belegten, zu den grossen Zukunftshoffnungen.

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    Galatasaray Daikin Istanbul (TUR)

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    Galatasaray Daikin Istanbul schloss die türkische Meisterschaft 2013/2014 auf dem dritten Platz ab und qualifizierte sich damit für den kommenden CEV Cup. Im Team vom Bosporus stehen neben zahlreichen türkischen Nationalspielerinnen mit den Italienerinnen Caterina Bosetti (20) und Nadia Centoni (33) sowie der Holländerin Floortje Meijners (27) drei weitere aktuelle WM-Teilnehmerinnen. In der vergangenen Saison schloss Galatasaray Daikin Istanbul die CEV Volleyball Champions League auf dem geteilten 5. Rang ab, im Jahr zuvor beendete das türkische Team das Final Four des höchstdotierten Europacup-Wettbewerbs als Heimteam auf dem 4. Platz. Im Kampf um die Champions-League-Startplätze für die laufende Saison musste Galatasaray seinen Stadtrivalen Eczacibasi, Fenerbahce und VakifBank den Vortritt lassen und darf deshalb „nur“ im CEV Volleyball Cup antreten. In diesem zweitwichtigsten Europacup-Wettbewerb zählen die Türkinnen allerdings zu den Siegesanwärterinnen.

    Das Team aus Istanbul war bereits zweimal am topvolley zu Gast: 1995 belegten die Türkinnen den 5. Rang, 2012 schafften sie mit dem Sieg im kleinen Final gegen Volero Zürich gar den Sprung aufs Podest. Den Zuschauern des damaligen Turniers bleibt sicher das kubanische „Netz-Duell“ zwischen Rosir Calderon auf „türkischer“ Seite und Nancy Carillo de la Paz auf „Schweizer“ Seite noch lange in guter Erinnerung. Mit Nadia Centoni, die nach sieben Saisons beim RC Cannes auf diese Saison hin von der Côte d’Azur an den Bosporus gewechselt hat und im Vorrundenspiel am Sonntag auf ihre ehemaligen Weggefährtinnen aus Cannes, steht aber eine Spielerin im Kader, die weiss, wie man am topvolley in Basel den Titel gewinnt.

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    RC Cannes (FRA)

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    Der RC Cannes ist am Rheinknie zugleich Rekordteilnehmer und Rekordsieger. Der Gewinner von 18 Meistertiteln – davon seit 1998 16 in Serie – und ebenso vielen Cupsiegen nimmt 2014 bereits zum 18. Mal am topvolley teil und konnte das Turnier sechs Mal (zuletzt 2012) für sich entscheiden. Der zweimalige Champions-League-Sieger setzt aber nicht nur beim topvolley auf Kontinuität. Auch der Trainer, Yan Fang, ist bereits seit 22 Jahren im Amt. Der ‚chinesische Hexer‘, wie er in Cannes genannt wird, musste auf die aktuelle Saison einige Kräfte, wie Freya Aelbrecht, Laura Partenio, Tatjana Bokan, Eva Yaneva und Ana Antonijevic (zu Volero Zürich) ziehen lassen. Die Abgänge konnte jedoch durch die Verpflichtungen von Logan Tom, Juliann Faucette, Mareen Apitz, Carly Wopat und Yukiko Ebata grösstenteils kompensiert werden. Ausserdem ist die holländische Nationalspielerin Maret Grothues nach ihrer schweren Verletzung (Achillessehnenriss) vor kurzem wieder aufs Spielfeld zurückgekehrt.

    Die letztjährige Champions League-Kampagne schloss der RC Cannes auf dem 5. Rang ab. In der aktuellen Königsklasse kämpfen die Französinnen im Pool E gegen Vakifbank Istanbul (TUR), Nordmeccanica Piacenza aus Italien und das serbische Team Partizan Vizura Beograd bislang sehr erfolgreich um ein Weiterkommen und führen die Gruppe nach der Vorrunde ungeschlagen an.

    Victoria Ravva, unbestrittene Capitaine und Aushängeschild des Teams sowie verlängerter Arm von Trainer Yan Fang auf dem Spielfeld, spielt ihre 20. Saison mit dem RC Cannes. Seit 1995 ist die 39-jährige französisch-georgische Doppelbürgerin Ravva bei Cannes als Profi tätig und somit an allen Titelgewinnen des Clubs beteiligt.

    Mit Logan Tom und Nneka Onyejekwe stehen auch zwei Spielerinnen mit „Schweizer“ Vergangenheit im Kader. Die Ausnahmekönnerin und Weltenbummlerin Tom – die US-Amerikanerin spielte nie länger als ein Jahr beim gleichen Club oder im gleichen Land – führte Volero Zürich in der Saison 2005/2006 zum Doublegewinn und war eine grosse Bereicherung auf den hiesigen Spielfeldern. Neben Logan Tom dürfte sich auch Nneka Onyejekwe auf ein Wiedersehen mit ihrem früheren Club Volero freuen, mit dem sie dreimal das Double gewann, bevor sie Anfang 2014 nach Cannes wechselte.